Schriftart im PDF herausfinden – mit Acrobat, Vorschau oder ganz ohne Programm
Welche Schriften stecken in einem PDF? So liest du die eingebetteten Schriftnamen aus und was du tun kannst, wenn der Text in Pfade umgewandelt wurde.
PDFs sind für die Schriftsuche ein Glücksfall: In den meisten Fällen steht der Name der Schrift direkt in der Datei. Du musst nicht raten, sondern nur nachsehen. Es gibt allerdings eine wichtige Ausnahme, um die es weiter unten geht.
Warum PDFs ihre Schriften kennen
Damit ein Dokument auf jedem Rechner gleich aussieht, bettet das erstellende Programm die verwendeten Schriften meist in das PDF ein – zumindest die Zeichen, die im Dokument vorkommen. Zu jeder eingebetteten Schrift wird ihr Name gespeichert. Diesen Namen kannst du auf verschiedenen Wegen auslesen.
Weg 1: Adobe Acrobat Reader
- PDF im kostenlosen Acrobat Reader öffnen.
- Datei › Eigenschaften wählen (oder Strg + D, am Mac Cmd + D).
- Den Reiter Schriften öffnen.
Du siehst eine Liste aller Schriften mit dem Zusatz Eingebettete Untergruppe oder Eingebettet. Fehlt dieser Zusatz, ist die Schrift nur referenziert – mehr dazu unten.
Weg 2: Im Terminal mit pdffonts
Wer gern mit der Kommandozeile arbeitet, nutzt pdffonts aus dem freien
Paket poppler (unter Linux meist vorinstalliert, am Mac über Homebrew).
Der Befehl pdffonts datei.pdf listet jede Schrift mit Typ und der Angabe, ob
sie eingebettet (emb) ist.
Weg 3: Direkt im Browser, ohne Programm
Lade das PDF bei Schriftart erkennen hoch. Die Datei wird in deinem Browser geöffnet, nicht auf einem Server. Wir lesen die Schriftnamen aus den ersten zwölf Seiten und zeigen die erste Seite als Bild an, damit du einzelne Stellen zusätzlich über die Buchstabenformen prüfen kannst.
Was bedeutet „ABCDEF+Helvetica-Bold“?
Oft sehen die Namen kryptisch aus. Das hat einen einfachen Grund: Wird nur ein Teil einer Schrift eingebettet (eine Untergruppe), stellt das Programm sechs zufällige Großbuchstaben und ein Pluszeichen voran. Die Bestandteile:
| Teil | Bedeutung |
|---|---|
ABCDEF+ |
Kennung der eingebetteten Untergruppe – ignorieren |
Helvetica |
der eigentliche Name der Schriftfamilie |
-Bold |
der Schnitt (Bold, Italic, Light …) |
MT, PS, Std, Pro |
Herstellerkürzel oder Versionszusatz |
Aus QWERTY+MinionPro-It wird also: Familie Minion Pro, Schnitt Italic.
Die Ausnahme: Text in Pfaden
Bei Druckdaten, Plakaten und Logos wird der Text häufig in Pfade umgewandelt. Aus den Buchstaben werden dann reine Vektorformen; die Schrift ist nicht mehr als Schrift im Dokument enthalten – und damit auch ihr Name nicht. Acrobat zeigt in diesem Fall eine leere Schriftenliste oder nur die Schriften der übrigen Texte.
Du erkennst Text in Pfaden daran, dass du ihn nicht markieren und nicht durchsuchen kannst. Hier hilft nur noch die Erkennung über die Form: Markier die Stelle in unserem PDF-Werkzeug, und die Buchstaben werden wie in einem Bild vermessen und verglichen.
Eingebettet oder nur referenziert?
Manche PDFs nennen eine Schrift, ohne sie mitzuliefern – typisch bei Standardschriften wie Arial, Times oder Helvetica. Beim Öffnen ersetzt dein Rechner sie dann durch eine installierte Schrift. Das Dokument sieht bei dir also womöglich anders aus als beim Ersteller. Der genannte Name ist trotzdem der beste Hinweis darauf, was ursprünglich gemeint war.
Gescannte PDFs
Ist das PDF ein Scan, besteht jede Seite nur aus einem Foto. Schriftnamen gibt es dann keine. Behandle es wie ein Bild: Stelle markieren und die Schrift über die Buchstabenformen erkennen lassen. Tipps für gute Ergebnisse stehen im Ratgeber Schriftart auf einem Bild erkennen.